Also die Flory stand auf dem Hof. Was nun? Es sollte ja 'richtig' gemacht werden. Die ganze Kiste zerlegt, gereinigt und Teile besorgt. Zwischendurch noch ein paar Reglements durchgeforstet, das Sulinger Rennen sollte nicht mehr das Einzige bleiben, und an die Arbeit gemacht.
Als Endresultat stand eine eierlegende Wollmilchsau vor uns (dachten wir zumindest bei den Testfahrten):
- verstärkter Rahmen
- verstärkte Schwinge
- Gabel komplett mit Vorderrad von einer Mustang 80
- Hintere Dämpfer und Rad ebenfalls Mustang 80
- Motor mit überholter Kurbelwelle
- Athena Nachbau-Zylinder
- 18er Bing-Vergaser
- Bosch MHKZ Sternzündung
- Zwei Fahrer mit über 85kg (unbetankt)
Auf dann zum ersten Rennen auf den Cross-Kurs nach Halbemond.
Ein Fahrer war durch eine Geburtstagsfeier unabkömmlich, also zwei erfahrene Mofa-Fahrer eingekauft. Ankunft am Freitagabend. Streckenbesichtigung gemacht und auf diesen Schock erst einmal die Fahrer betankt um am nächsten Morgen mit ruhigem Gewissen die Mühle über den Moto-Cross-Kurs zu scheuchen.
Das Ganze lief für unsere Unerfahrenheit mit den üblichen Bastelstunden ab und endete vorzeitig mit einer Bachlandung der Mofa sowie cirka 5m weiter vorne mit dem Einschlag des Fahrers. Bilder auf der ersten Seite.
Einzelteile (Mofa, Fahrer etc.)
aufgesammelt und nach Hause gefahren um bis zum nächsten Jahr wieder einen
fahrbaren Untersatz herzustellen.
Ach ja, somit war auch unser Name
geboren.
Uups, fast vergessen, drei Wochen später ist ja schon das Sulinger Rennen. Also nochmals Teile besorgt und mit Vorschlaghammers Hilfe den Rahmen einigermaßen in Form gebracht.
Was solls, lange Rede kurzer Sinn: 2. Platz
Aber nur durch die kräftige Unterstützung verschiedener Boxenluder.
Jetzt ist es wenigstens kein Frusttrinken mehr, wenn da nicht der Kurbelwellenschaden wäre. Doch verdammt staubig gewesen. Also noch mehr Fahrerbetankung um die trockene Kehle loszuwerden. Hier noch ein paar Impressionen.
Ist ja Zeit genug bis zum Taakener 6 Stunden Rennen.
Aber wie so oft, einen können wir noch. Auf nach Vaale (Schleswig-Holstein). Schnell neuen Motor aufgebaut, zwischendurch noch einen Zylinder geschrottet.Geile Veranstaltung. Rennen mit
vier bis sieben Mofas gegeneinander, für die Platzierungen gibt es Punkte.
Wer die meisten Punkte hat kommt in den A-Endlauf der jeweiligen Klasse (50
oder 70ccm).
Hier ist dann noch ein 3. Platz
rausgesprungen durch Glück bei uns und Pech bei den anderen.
Sommerpause bis Ende August. Die Mofa musste noch auf 50km/h 'gedrosselt' werden.
Taaken: Ein Unwetter am Freitagabend beschädigte mehrere Pavillons. Unserer bleib mit Hilfe der Boxennachbarn stehen, nachdem deren Pavillon sich verabschiedet hatte. Das Rennen am Samstag begann etwas später als geplant und dauerte durch einen idiotischen Unfall (als Vorsichtsmaßnahme wurde ein Rettungshubschrauber angefordert) auch keine sechs Stunden.
Unser eingekaufter Startfahrer meinte sich nach 10 Minuten mit einer Schulterprellung zurückzuziehen.
Also tuckerten
nur noch zwei schwere Säcke die restliche Zeit über den Kurs. Die Transponder-Zeitmessung ergab dann
einen 21. Rang von 62 Teilnehmern. Hier gibt es noch drei
Bilder. Wenigstens ist nichts kaputt, denn die...
... 4 Stunden von Martfeld sind schon eine Woche später.
Alles lief und lief. Nach dem üblichen Le Mans Start und nach unserem Tacho 3 Stunden und 54 Minuten effektiv mit Fahrerwechsel und Kettenspray waren wir Vierter und die 'Saison' ohne Bilder hiervon beendet.
Danke noch unseren beiden Aushilfsfahrern Stefan und Kai in Halbemond und nur Stefan in Taaken, obwohl beide nicht mehr antreten wollen. Müssen wir wohl bei einem Whiskey nochmals ausdiskutieren.
Auf zu neuen Taten.
Last update: 2004-08-31